Tipps zur Immobilienversteigerung

Informationen beschaffen

Tipps zur ImmobilienversteigerungWichtig bei einer Immobilienversteigerung ist die Kenntnis aller relevanten Informationen. Dies klingt in erster Linie sehr einfach, allerdings wird die zu versteigernde Immobilie stets im besten Licht dargestellt, um einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen.

Deshalb sollten Sie jegliche Chance nutzen, um die Immobilie aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Dazu besteht zum einen die Möglichkeit der Besichtigung der Immobilie. Leider ist es nicht immer möglich, dass Sie Zutritt zu ihr bekommen. Falls dies der Fall sein sollte, können Sie sich trotzdem ein Bild von dem äußeren Zustand der Immobilie machen. Sie können durch einen kleinen Spaziergang die Gegend erkunden und sich bei Nachbarn informieren. Dadurch erhalten Sie einen sehr wichtigen Eindruck von der Wohnsituation, Lärmentwicklung und jeglichen für Sie relevanten Aspekten.


Gutachten

Ein weiterer Tipp bei dem Ersteigern von Immobilien ist die Möglichkeit der Einsicht in das Verkehrswert-Gutachten. Dieses können Sie beim Amtsgericht einsehen. Enthalten sind in dem Gutachten eine Beschreibung der Lage, ein genauerer Zustand der Immobilie sowie Besonderheiten wie Bauschäden, Mängel oder längeres Leerstehen der Immobilie.

 

Allerdings sollten Sie auch hierbei auf die Aktualität der Informationen achten. Außerdem ist es nicht ungewöhnlich, dass einige Informationen fehlen. Deshalb sollten Sie sich nicht alleine auf das Verkehrswert-Gutachten verlassen, sondern weitere Informationsquellen hinzuziehen.  Trotz allem bietet das Gutachten wichtige, nicht beschönigte Informationen, die für die Ersteigerung der Immobilie von großer Relevanz sind.


Biet-Taktik

BietenDie richtige Biet-Taktik spielt bei Immobilienversteigerungen eine entscheidende Rolle. Schließlich ist das Ziel jedes einzelnen, die Konkurrenz auszustechen und die Immobilie zu ergattern. Um Ihre Chancen möglichst hoch zu halten, gibt es ein paar nützliche Regeln, an die Sie sich bei der Versteigerung von Immobilien halten sollten.

Dazu zählt die Setzung eines realistischen Limits.

Es nützt nämlich wenig, wenn Sie weit über Ihr Budget bieten und dadurch den Kauf im Nachhinein bereuen. Also: Schon vor der Versteigerung klare Gedanken darüber machen, was Ihre persönliche Schmerzgrenze ist und sich während der Versteigerung auch daran halten. So wird vermieden, dass der Biet-Rausch mit Ihnen durchgeht.  Sofern Sie wenig Erfahrung mit Versteigerungen haben, sollten Sie außerdem darauf verzichten, das erste Gebot abzugeben.

Dies ist nämlich sehr risikoreich, da es großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Versteigerung hat. Wird beim ersten Gebot zu wenig geboten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ein Biet-Rausch ausgelöst wird. Dies ist darauf zurückzuführen, dass durch ein niedriges Gebot viele Mitbietende über ausreichende Mittel verfügen, um die Gebote anderer zu übertreffen. Ist das erste Gebot zu hoch, besteht das Risiko, dass sie zu nah an Ihre Schmerzgrenze gelangen und später keinerlei Spielraum für einen Zuschlag haben, durch welchen Sie Mitbieter ausschalten könnten.

Wichtig ist außerdem, dass Sie lediglich mit krummen Zahlen bieten. Dadurch wird vermieden, dass Ihr Limit dem der Mitstreiter gleicht. Des Weiteren ist durch Ihre krummen Gebote und einen ungleichmäßigen Biet-Rhythmus Ihre Strategie für Mitbietende nicht durchschaubar. Die Konkurrenz ist dementsprechend verunsichert, was Ihnen einen großen Vorteil verschafft.